Primarstufe

In der Primarstufe legen wir den Grundstein für Lernen, Selbstständigkeit und gemeinsames Leben in der Schule.

Klassenraum der Primarstufe der LVR-Schule am Königsforst

Lernen in der Primarstufe

Die Primarstufe an der LVR-Schule am Königsforst umfasst die ersten Schuljahre der Schüler*innen und bildet die Grundlage für ihre weitere schulische Bildung. In dieser Zeit stehen das Ankommen in der Schule, der Aufbau grundlegender Kompetenzen sowie die individuelle Förderung im Mittelpunkt.

An unserer Schule sind Primarstufe und Sekundarstufe I unter einem Dach. Da die Schüler*innen bis zu drei Jahre in einer Klasse verbleiben, sind sie intern Stufen zugeordnet.

Unsere Schule bietet einen zehnjährigen Bildungsgang, der in Primarstufe und Sekundarstufe I gegliedert ist. Die Schulzeit endet in der Regel nach zehn beziehungsweise elf Jahren.

Die Primarstufe besteht bei uns aus:

  • Eingangsstufe : jahrgangsübergreifende Klassen (Schuleingangsphase mit dem Schulbesuchsjahr 1 bis maximal 3)

  • Unterstufe : Jahrgänge 3 und 4

Hinweis: Das letzte Jahr der Unterstufe (Jahrgang 5) wird bereits zur Sekundarstufe I gezählt, ist aber intern der Unterstufe zugeordnet.

Der Unterricht findet in der Regel in Klassen sowie in übergreifenden Lerngruppen statt.

Als Ganztagsschule verbinden wir Unterricht, individuelle Förderung, gestaltete Freizeit und Ruhepausen im Schulalltag. Grundlage unserer Arbeit ist der jeweilige sonderpädagogische Unterstützungsbedarf der Schüler*innen.

Eingangsstufe

Die ersten Wochen in der Schule dienen dazu, den Entwicklungsstand der Kinder kennenzulernen. Beobachtungen aus dieser diagnostischen Phase sowie Informationen aus Gesprächen mit den Eltern und aus Gutachten bilden die Basis für die individuelle Förderung.

Ziel der Arbeit in der Eingangsstufe ist die Förderung der Lernentwicklung und der Gesamtpersönlichkeit.

Wichtige Schwerpunkte sind:

  • Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstständigkeit

  • Förderung von Wahrnehmung und Bewegung

  • Entwicklung sozialer Kompetenzen und positiver Gruppenerfahrungen

  • Förderung der kommunikativen Fähigkeiten

  • Unterstützung von eigenaktivem und selbstbestimmtem Handeln im Alltag

  • Aufbau von Konzentration, Lernbereitschaft und Gedächtnis

  • vielfältige Material- und Umwelterfahrungen

Darüber hinaus beginnt der Anfangsunterricht in Deutsch und Mathematik.

Unterstufe

Mit dem Wechsel in die Unterstufe bauen die Lern- und Förderangebote auf den Erfahrungen der Eingangsstufe auf und werden weiter ausdifferenziert.

Die Schüler*innen lernen zunehmend selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten. Offene Unterrichtsformen wie Wochenplan-, Stationen- oder Werkstattunterricht unterstützen diesen Prozess.

Weitere Schwerpunkte sind:

  • Entwicklung sozialer Kompetenzen in unterschiedlichen Gruppen

  • verantwortungsvoller Umgang mit eigenem Arbeitsmaterial

  • eigenständiges Lernen in offenen Unterrichtsformen

  • Lernen in klassenübergreifenden Lerngruppen

  • Orientierung im Schulalltag mit Raum- und Lehrpersonenwechsel

Schüler*innen, die nach Klasse 4 oder 5 eine weiterführende allgemeine Schule besuchen, erhalten eine gezielte individuelle Förderung.

Wenn es möglich ist, wird außerdem das Bewältigen des Schulwegs mit öffentlichen Verkehrsmitteln eingeübt, um Selbstständigkeit im Alltag zu fördern.

Individuelle Förderung in der Primarstufe

Im Mittelpunkt steht immer das einzelne Kind mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Schüler*innen bringen unterschiedliche Lernvoraussetzungen mit und entwickeln sich in ihrem eigenen Tempo.

Deshalb wird für jedes Kind ein individueller Förderplan erstellt, der regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird. Unterrichtsinhalte und Lernziele werden so angepasst, dass sie sowohl fördern als auch herausfordern.

Die pädagogische Arbeit orientiert sich dabei an den Grundsätzen:

  • Stärken stärken

  • Schwächen als Lernchancen nutzen

Individuelle Förderung kann in der Klasse, in differenzierten Lerngruppen oder in Einzelförderung stattfinden. Offene Unterrichtsformen wie Wochenplanarbeit, Freiarbeit, Lernen an Stationen oder Werkstattarbeit unterstützen Selbstständigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Therapeutische Angebote sowie notwendige Pflege werden in die Förderplanung einbezogen und finden bei Bedarf parallel zum Unterricht statt.