Berufsorientierung
Berufsorientierung an der LVR-Schule am Königsforst: Unser Ziel ist es, Schüler*innen bestmöglich auf den Übergang von der Schule in den Beruf vorzubereiten – praxisorientiert und individualisiert.
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Die Berufsorientierung ist ein zentraler Bestandteil des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags. Ziel ist es, Schüler*innen frühzeitig, kontinuierlich und individuell auf den Übergang von der Schule in das Berufsleben, genauer gesagt in geeignete nachschulische Maßnahmen, vorzubereiten. Dabei werden persönliche Stärken, Interessen und Fähigkeiten systematisch ermittelt und mit realistischen beruflichen Perspektiven verknüpft.
Die Berufsorientierung verfolgt insbesondere folgende Ziele:
Entwicklung eines realistischen Selbst- und Berufsbildes
Förderung von Schlüsselqualifikationen wie Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein
Erwerb arbeitsweltbezogener Kompetenzen
Gezielte Vorbereitung auf passende Anschlussmaßnahmen nach der Schulentlassung
Die Berufsorientierung an unserer Schule ist:
prozesshaft und langfristig angelegt (Beginn mehrere Jahre vor Schulentlassung)
praxisorientiert (Praktika, Praxistage, Schüler*innenfirmen)
individualisiert (Berücksichtigung der jeweiligen Fähigkeiten und Unterstützungsbedarfe)
kooperativ (enge Zusammenarbeit mit Eltern und externen Partner*innen)
verbindlich dokumentiert (zum Beispiel im Berufswahlpass)
Die Berufsorientierung beginnt mit dem Schuleintritt!
Bereits in den Klassen E (Eingangsklassen) bis 6 finden berufsrelevante Inhalte statt: In lebenspraktischem Unterricht, Hauswirtschaft, Werken und im Schulgarten erwerben die Schüler*innen grundlegende praktische Fähigkeiten. Durch Kommunikations- und Verkehrstraining, die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs bei Ausflügen sowie im Training berufsrelevanter Basiskompetenzen wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Teamfähigkeit werden wichtige Voraussetzungen für die spätere Arbeitswelt gelegt. Ausflüge und Unterrichtsprojekte ermöglichen erste Einblicke in verschiedene Berufsfelder.
Dabei unterstützen wir die Schüler*innen darin, eigene Interessen, Stärken und Bedürfnisse zu entdecken, und arbeiten eng mit den Eltern zusammen, um individuelle Entwicklungswege frühzeitig zu begleiten.
Ab der 7. Klasse gewinnt das Themenfeld der Berufsorientierung zunehmend an Bedeutung.
Zeitplan der Berufsorientierung im Detail
In dieser Phase steht das Kennenlernen der Arbeitswelt im Vordergrund. Die Schüler*innen nehmen an Betriebsbesichtigungen teil und sammeln erste praktische Erfahrungen durch freiwillige Tagespraktika, zum Beispiel im Rahmen des Girls’- und Boys’ Day oder des Aktionstags "Ein Tag für Afrika". Die Teilnahme am Praktikumsfest dient dem ersten Austausch über berufliche Erfahrungen.
Die Orientierung wird durch ein dreiwöchiges Praktikum weiter vertieft und der Berufswahlpass wird als Dokumentationsform eingeführt. Individuelle Kompetenzen werden mithilfe des Einstiegsinstruments erhoben. Ein Informationsabend zur Berufsorientierung informiert Schüler*innen sowie Erziehungsberechtigte über mögliche berufliche Wege und Unterstützungsangebote.
Vertreter*innen der Agentur für Arbeit, des Integrationsfachdienstes, der Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Berufsbildungswerke sowie Bildungsträger*innen wirken hierbei mit.
Auf Grundlage der erhobenen Kompetenzen erproben sich die Schüler*innen im Rahmen der dreitägigen Berufsfelderkundung in verschiedenen Arbeitsbereichen. Zudem absolvieren sie ein dreiwöchiges Betriebspraktikum.
In einer ersten Berufswegekonferenz (in Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst) werden mögliche berufliche Perspektiven besprochen. Zudem werden die Schüler*innen in das Berufsorientierungsbüro (BOB) eingeführt und nehmen an einer Hygieneschutzbelehrung teil.
Des Weiteren erleben sie sich im Rahmen des Praxistages in einer der vier Arbeitsgruppen (Schüler*innencafé, Dienstleistung, Hühnerversorgung/Werken, Näherei/Hauswirtschaft) als selbstwirksam, indem sie einen ganzen Tag pro Woche zunehmend eigenständig arbeiten.
In dieser Phase steht die konkrete Berufs- und Anschlussplanung im Mittelpunkt. Die Schüler*innen absolvieren mindestens ein zwei- bis dreiwöchiges Praktikum und gestalten den Praxistag weiterhin aktiv mit.
Sie nehmen bei Bedarf am Berufsorientierungsseminar und am Training arbeitsrelevanter Sozialkompetenzen teil. Außerdem werden Langzeitpraktika in Betrieben ermöglicht und eine Berufsorientierungsmesse besucht. Im Rahmen der nächsten Berufswegekonferenz mit der Agentur für Arbeit und dem Integrationsfachdienst werden Anschlussperspektiven finalisiert.
Ein zentrales Element der Berufsorientierung ist die kontinuierliche Mitarbeit in den schulinternen Schüler*innenfirmen. Diese bieten realitätsnahe Arbeits- und Trainingsmöglichkeiten und fördern arbeitsrelevante Kompetenzen.
Ergänzt werden sie durch Praktika, Praxistage, Tages- und Langzeitpraktika sowie regelmäßige Betriebsbesichtigungen und Besuche nachschulischer Ausbildungseinrichtungen.
Die Schule arbeitet eng mit externen Partner*innen zusammen, insbesondere mit:
der Agentur für Arbeit
dem Integrationsfachdienst
Werkstätten für behinderte Menschen
Berufsbildungswerken
Bildungsträgern
regionalen Betrieben und Arbeitgebern*innen
Diese Kooperationen gewährleisten eine realistische, praxisnahe und individuell abgestimmte Berufsorientierung.
Alle Maßnahmen der Berufsorientierung werden systematisch dokumentiert, unter anderem im Berufswahlpass. Praktika, Besichtigungen und Konferenzen werden vor- und nachbereitet und reflektiert. Die Ergebnisse fließen kontinuierlich in die individuelle Förder- und Anschlussplanung ein.